Willkommen in Hohenziatz!

Seine Entstehung verdankt Hohenziatz der slawischen Siedlung Ziazinauizi, heute Lüttgenziatz. Ziazinauizi wird 992 in einer Urkunde des deutschen Königs Otto III. über ein Tauschgeschäft mit dem Kloster Memleben erstmals urkundlich erwähnt. Im Zuge der deutschen Kolonisierung der ostelbischen Gebiete entstand etwa drei Kilometer südlich der Slawensiedlung ein Ort mit Zuwanderern aus den westlichen Gebieten. Er wird 1187 unter der Bezeichnung „villa Zojas“ im Inventarverzeichnis des Klosters Leitzkau zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Im weiteren Verlauf der Geschichte wandelt sich der Ortsname über Ciaz in verschiedenen Schreibweisen ab 1562 endgültig in Hohenziatz, wobei „Hohen…“ auf eine deutsche Siedlung hinweist, während „Lüttgen“-ziatz auf die slawischen Bewohner hindeutete.
 
Begünstigt durch die Lage an der von Magdeburg herführenden Handelsstraße, die bei Hohenziatz die Ihle überquerte, entwickelte sich der Ort schnell. 1308 wechselte der Besitz von Erzbistum Magdeburg zum Kloster Lehnin. Dieses belehnte 1420 die Adelsfamilie von Arnstedt mit Hohenziatz, von 1620 bis 1725 war der Ort in den Händen der Familie Brand von Lindau. 1533 wurde eine Zollstation zu Brandenburg eingerichtet und es entstand Relaisstation zum Pfedewechsel. Aus ihr entwickelte sich später die bis 1819 bestehende Posthalterei der Cleveschen Post für die Poststraße Magdeburg - Berlin. Erst als die Chaussee Magdeburg - Burg - Berlin 1819 fertiggestellt wurde, verlor Hohenziatz sein verkehrsgünstige Lage. Fortan hatte nur noch Landwirtschaft für den Ort Bedeutung.
 
Nach der Säkularisierung der Bistümer in Folge des Dreißigjährigen Krieges kam Hohenziatz 1680 unter die Oberhoheit des brandenburgisch-preußischen Staates. Mit der preußischen Verwaltungsreform von 1815 wurde der Ort in den Kreis Jerichow I eingegliedert. 1910 hatte das Dorf Hohenziatz 609 und der selbständige Gutsbezirk Hohenziatz 107 Einwohner. Nach der Eingliederung der Gutsbezirke Hohen- und Lüttgenziatz und durch Zuzüge in den 1930er Jahren war die Einwohnerzahl 1939 auf 783 angestiegen. Als die DDR 1952 ihrer Territorialverwaltung neu gliederte, kam Hohenziatz zum Kreis Burg im DDR-Bezirk Magdeburg. Die Zahl der Einwohner stieg weiter an auf 920 im Jahr 1964. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde Landkreis Jerichower Land für Hohenziatz zuständig. Zum 1. Januar 2004 wurde Hohenziatz in die Stadt Möckern eingegliedert.

Geografie:

Hohenziatz liegt acht Kilometer nordöstlich vom Hauptort Möckern entfernt und ist mit ihm durch die Kreisstraße 1230 verbunden. Der Ort liegt am Elbezufluss Ihle und ist von landwirtschaftlichen Flächen umgeben. Bis auf die östliche Richtung schließen sich Waldflächen des Landschaftsschutzgebietes Möckern - Magdeburgerforth an. Das gesamte Gebiet gehört zum mitteldeutschen Höhenzug Fläming, südlich des Ortes gibt es Erhebungen bis zu 92 Meter. Hohenziatz liegt verkehrstechnisch ungünstig, die nächste Bundesstraße verläuft durch Möckern, von dort besteht Anschluss an die Autobahn A 2 (12 km) und zur Kreisstadt Burg.
 

(Quelle: www.wikipedia.de